WZ vom 21 Juli 2007

Kopernikus-Realschule - Siegel als Motivationsschub

von Kerstin Völling

Die Zertifizierung für die „berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule“ wurde feierlich enthüllt.

 

Stolz auf das Prädikat für die Kopernikus-Realschule sind (v.l.) Schulsprecherin Diana Gonzales-Fernandez, Fachlehrerin Mechtild Dochtermann, Schulsprecherin Kirsten Verhoeven und Konrektorin Ilona Drießen. (Foto: Stefan Fries)

Langenfeld. „Und? Haben wir es?“ wollten die Schüler Anfang des Jahres von ihren Lehrern wissen. Im Februar war es soweit: Sie hatten es! Die Kopernikus-Realschule erhielt das „Siegel für berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule“.

Wer es bis Donnerstagsabend nicht glaubte, überzeugte sich selbst bei der feierlichen Enthüllung der Zertifizierung. Die Kopernikus-Realschule ist neben der Bettine-von-Arnim Gesamtschule die zweite Schule Langenfelds, die im Besitz dieses Siegels ist.

Mit der Auszeichnung ehren die Bertelsmann-Stiftung, die Unternehmerschaft Düsseldorf e.V. und die Düsseldorfer Stiftung „Pro Ausbildung“ herausragende Leistungen in der Berufswahlvorbereitung. So werden etwa die Zusammenarbeit mit der Arge, mit Wirtschaftsfachschulen und Unternehmen, das Bewerbungstraining im Unterricht und fundierte Kenntnisse der Schüler über die Arbeitswelt gewürdigt.

Freude darüber , dass „jemand unsere Arbeit anerkennt“

Aber was bringt so ein Siegel? „Das hat einen mächtigen Motivationsschub gegeben“, sagt die zweite Konrektorin der Kopernikus-Realschule, Ilona Drießen. Denn entgegen Beteuerungen der Landesregierung, dass an den Schulen alles besser werde, sieht Drießen es so: „In einer Zeit, in der es immer mehr Kraft kostet, ohne zusätzliche Mittel etwas auf die Beine zu stellen, freuen wir uns sehr, dass endlich einmal jemand anerkennt, was wir hier tun“.

Ein gutes Angebot für Schüler stehe und falle mit dem Engagement der Lehrer. Drießen: „Wir gehen in unserer Freizeit auf Fortbildungen und Workshops, knüpfen dort neue Netzwerke. Bestehende Netzwerke vertiefen wir – im Übrigen auch in unserer Freizeit – zu Eltervertretungen und Langenfelder Unternehmen.“

Neben Drießen engagiert sich vor allem Deutsch- und Geschichtslehrerin Mechthild Dochtermann in einem achtköpfigen Lehrergremium, das etwa Berufsinfo-Abende vorbereitet oder externe Angebote prüft. Dochtermann ist glücklich, dass auch die Förderung der sozialen Kompetenz der Schüler durch etwa das „Mädchen-Jungen-Projekt“ (die WZ berichtete) in der Laudatio bedacht wurde.

„Das ist uns sehr wichtig“, sagt sie. „Wir erhalten täglich eine Flut von Prospekten über schulische Angebote. Die muss man sich erst mal anschauen“, erklärt Drießen. Vielleicht ist das eine Erklärung, warum erst zwei Langenfelder Lehreinrichtungen das Siegel haben, obwohl es das Kooperationsnetz „Schule-Wirtschaft“ bereits seit 2002 kreisweit gibt.

Engagement

Einsatz : Neue Netzwerke knüpfen die Lehrer der Kopernikus-/Realschule in der Freizeit – zum Beispiel auf Fortbildungen und in Workshops.

Berufsinformation: Acht Lehrer bereuten in einer Arbeitsgruppe die Berufsinfo-Abende der Schule vor. Auch prüft sie externe Angebote für solche Infos.