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Berufswahlsiegel

Die WZ schreibt am 21.10.2007 über die Verleihung des Siegels

Verleihung des Siegels „berufswahl- und ausbildungsfreudliche Schule

Auszüge aus der Laudatio

gehalten von Konrad Großmann, Schulleiter des Friedrich-Rückert-Gymnasiums Düsseldorf

Verehrte Kolleginnen und Kollegen,

die Jury zeichnet heute eine Schule aus, die ein insgesamt sehr schlüssiges, vielschichtiges Konzept zur Ausbildung und Berufswahlförderung der ihnen anvertrauten Schülerinnen und Schüler entwickelt hat.

Die Jugendlichen sind sehr gut informiert und verantwortungsbewusst auf die Zeit nach der Schule vorbereitet. Ihr hohes Interesse an der Arbeits- und Berufswelt, ihr vielfältiger Einsatz auch für andere Schüler ist wesentlich Folge eines erheblich überdurchschnittlichen Engagements des Lehrerkollegiums und der Elternschaft.

Wir wurden extrem höflich von allen Schülerinnen und Schülern, die uns beim Betreten der Schule entgegen kamen, begrüßt. […]. Die von der Jury befragten 30 Schülerinnen und Schüler aus den achten, neunten und zehnten Klassen haben zunächst einmal umfassend über die Aktivitäten und Projekte der Schule informiert. Sie gaben differenziert und äußerst eloquent Einblick in die Arbeit an der Schule.

Förderung in allen Fächen

An der begutachteten Schule werden die Schülerinnen und Schüler grundsätzlich in allen Fächern, besonders in Deutsch, Geschichte, Sozialwissenschaften, Chemie, Mathematik, mit der Arbeits- und Berufswelt konfrontiert. Die Schule bietet den Jugendlichen dabei weit mehr an als das, was die Richtlinien für verbindlich erklären. Ganz zielgerichtet und systematisch werden die Schülerinnen und Schüler auf die Berufswelt vorbereitet.

Schwerpunkt Sozialkompetenz

Ein Schwerpunkt in den Klassen 5, 6, 7 ist zum Beispiel das Einüben eines verantwortlichen Sozialverhaltens. Zum Beispiel ein Anti-Mobbing-Training, Konfliktmanagement, Streitschlichtung. Im Rahmen des Projektes Mädchenarbeit wird Selbstverteidigung geübt. Es wird eingeübt, den Mädchen ein starkes Selbstbewusstsein zu vermitteln, bei der Jungenarbeit, die ebenfalls durchgeführt wird, wird geschlechtsspezifisches Gruppenverhalten thematisiert. Besonders viel Wert legt man dabei auf die Vermittlung einer ausgeprägten sozialen Handlungskompetenz. ALLE Schülerinnen und Schüler nehmen in ihrer Schulzeit an Projekten wie „Schüler helfen Schülern“ teil, zum Beispiel geben ältere Schülerinnen und Schüler Nachhilfe für jüngere Schüler.

Berufswahlpass

In den achten Klassen legen sie sich anschließend einen Berufswahlpass zu, in den Projekte, Veranstaltungen und Exkursionen eingetragen werden, an denen die Schüler im Laufe ihres Schülerlebens teilgenommen haben. In einer Portfolio-Mappe werden Unterlagen gesammelt, wie zum Beispiel die Ausbildung zum Gruppenleiter, zum Streitschlichter, oder die Teilnahme an bestimmten Zusatzkursen wie zum Beispiel einem Zehnfingerschreibkurs im Computerbereich.

Projektarbeit – Methoden-, Kommunikations-, Teamtraining

Projektarbeit findet regelmäßig bis zur Stufe 10 statt: Ausbildungskooperationen, Methoden- und Teamtraining. An den Methodentagen nehmen alle Schüler und Schülerinnen der Schule teil. Aufbauend auf der zuvor vermittelten soliden Sozialkompetenz werden die Klassen 8-10 im Rahmen eines Kommunikationstrainings im höflichen Auftreten, freien Reden und Teamfähigkeit geschult.

Generell besteht eine enge und vielfältige Zusammenarbeit mit der ARGE, mit Wirtschaftsfachschulen und Unternehmen, z. B. mit Ara, Aldi, Strauß. Vertreter der Firmen ARA und ALDI nahmen an unserem Gespräch teil. So wird zum Beispiel ein aufwändiger Kompetenzcheck aller 9er und aller 10er Schüler durchgeführt. Bei der Berufswahl-AG kommen Vertreter zukünftiger Schulen und Unternehmen und beraten die Schüler. Bei der Beratung bringen sich häufig Sozialarbeiter mit ein, die sich häufig an der Schule aufhalten und bei Bewerbungsgesprächen und Bewerbungsschreiben behilflich sind. Auch die ARGE ist ständiger Ansprechpartner für die Jugendlichen, ein offener Informationsaustausch wird an der Schule groß geschrieben.

An dieser Schule ist es selbstverständlich, dass die Schülerinnen und Schüler der höheren Klassenstufen die nachfolgenden Schülerinnen und Schüler informieren und ihnen Praktikumsberichte zur Verfügung stellen und sie schließlich an ihren Erfahrungen teilnehmen lassen.

Lehrerkollegium und Elternschaft

Das Lehrerkollegium zeigt ein erheblich überdurchschnittliches Engagement. […]. Die Lehrer und Lehrerinnen entwickelten über die Jahre offensichtlich ein sehr gutes vertrauensvolles Verhältnis zu ihren Schülerinnen und Schülern. Es gibt eine sehr gute Beziehung zu den Eltern, eine Einbindung der Eltern in die Erziehungs- und Bildungsarbeit. In verschiedenen Arbeitskreisen und auch in Elternworkshops werden regelmäßig Verbesserungsvorschläge eingebracht. Die bestehenden Projekte oder neuen Verbindungen zur IHK wurden im Arbeitskreis Schule-Wirtschaft geknüpft.

Die Jury war sich einig, dass die Kopernikus-Realschule Langenfeld die Auszeichnung „berufswahl - und ausbildungsfreundliche Schule“ verdient. Wir waren alle restlos überzeugt, ein einstimmiges Urteil. […].

Die Schüler und Schülerinnen werden eindeutig profitieren. Meinen herzlichen Glückwunsch geht an die Lehrer und Lehrerinnen und vor allen Dingen an diese wirklich ausgezeichnete Schülerschaft.

Herzlichen Glückwunsch!

 

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